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Diagnostik
Neurologie Leistungsspektrum
Routine EEG (inkl. Provokationsmethoden und Videoaufzeichnung)

Mit dem EEG werden Hirnpotentialschwankungen aufgezeichnet. Bei Epilepsiepatienten kann hierüber die Erkrankung gesichert und die Art der Epilepsie ermittelt werden.

Das Video-EEG-Monitoring wird eingesetzt, um Anfallsereignisse aufzeichnen zu können. Das Aussehen/der zeitliche Ablauf der Anfälle ist hierbei genauso wichtig wie das parallel aufgezeichnete EEG. So kann sowohl die Art der Anfälle (epileptisch, nicht-epileptisch) wie auch im Falle epileptischer Anfälle die Region des Anfallsursprungs im Gehirn identifiziert werden.

EEG nach Schlafentzug

Ein EEG nach Schlafentzug kommt vor allem dann in Frage, wenn die Diagnose Epilepsie bestätigt werden soll. Sie wird dann angewandt, wenn im normalen EEG keine ausreichenden Hinweise für eine Epilepsie aufgezeichnet worden sind. Bei vielen Epilepsien treten epilepsietypische Muster im EEG besonders häufig in der Leichtschlafphase auf. Vor dem Schlafentzugs-EEG muss der Patient eine Nacht durchwachen, um dann am nächsten Tag im Zustand besonderer Ermüdung das EEG zu schreiben. Die Untersuchung findet in einem abgedunkelten Raum und in geräuscharmer Umgebung statt, damit der Patient leichter einschläft.

Mobiles Langzeit EEG (MLE)

Das Mobile Langzeit-EEG ist ein weiteres Diagnoseverfahren in der Epileptologie. Das MLE ähnelt einer tragbaren Festplatte, die der Patient am Körper trägt. Es zeichnet die Hirnströme auf, die die Elektroden auf der Kopfhaut erfassen.

Das EEG wird über 24 oder 48 Stunden hinweg aufgezeichnet. Die Elektroden werden in unserer neurologischen Klinik angebracht und Sie können anschließend Ihrer normalen Tätigkeit nachgehen.

Während des Tragens sollen Sie Ihr Verhalten protokollieren und vor allem auch Anfälle und Vorgefühle vermerken.

Evozierte Potentiale (visuell, akustisch, somatosensibel, motorisch)

VEP – Visuell evozierte Potentiale ermöglichen eine Beurteilung des Sehnervs und der Sehbahn, vor allem in der Verlaufsdiagnostik der Optikusneuritis bei Multipler Sklerose. Bei der Untersuchung betrachtet der Patient ein Schachbrettmuster, das in Sekundenabständen seine Farben umdreht (schwarz wird zu weiß und umgekehrt). Es können beide Augen gleichzeitig oder auch einzeln stimuliert werden. Die dadurch ausgelösten elektrischen Potentiale in der Sehrinde (okzipitaler Kortex) werden aufgezeichnet.

AEP – Akustisch evozierte Potentiale ermöglichen eine Beurteilung der Hörbahn: von der Hörschnecke über den Hörnerv bis zum Hirnstamm.

SEP - Somatisch evozierte Potentiale, auch SSEP (Somatosensibel evozierte Potentiale genannt) ermöglichen eine Beurteilung der zentralen somatosensiblen Leitungsbahn von der Hand oder dem Bein bis zum Gehirn. SSEP´s werden unter anderem bei Diagnostik der Multiplen Sklerose eingesetzt.

MEP - Motorisch evozierte Potentiale dienen in der Diagnostik vor allem der Bestimmung des Funktionszustands des cortikospinalen Trakts, das heißt der bei der Ausführung von Willkürbewegungen benutzten Bahn von der primär motorischen Hirnrinde bis beispielsweise zu den Motoneuronen im Spinalmark und weiter über die peripher motorischen Nerven zum Muskel. MEP werden unter anderem eingesetzt zur Diagnostik der amyotrophischen Lateralsklerose (ALS) und der Multiplen Sklerose.

Elektromyographie

Die Elektromyographie ist eine Untersuchungsmethode der Neurophysiologie, welche die natürlicherweise auftretende elektrische Spannung in einem Muskel misst ("Ableitung"). Mit der Methode kann festgestellt werden, ob eine Erkrankung des Muskels bzw. eine Reizleitungsstörung des Nervs vorliegt.

Eine Elektromyographie wird vor allem bei Patienten mit einer vorangegangenen Nerven- oder Muskelschädigung angewandt. Durch die gezielte Untersuchung von einzelnen Muskeln kann die Schädigung (zum Beispiel nach einer Schnittverletzung) lokalisiert und ihr Ausmaß bestimmt werden.

Elektroneurographie (motorisch und sensibel, F-Wellen Bestimmung)

Die Elektroneurographie misst die Nervenleitgeschwindigkeit. Bei der Untersuchung wird ein Nerv mit Hilfe von Elektroden künstlich stimuliert. So kann festgestellt werden, ob eine Reizleitungsstörung vorliegt. Wir verwenden die Elektroneurographie zur Diagnostik bei Nervenverletzungen und Polyneuropathien (Erkrankungen des peripheren Nervensystems).

Sympathischer Hautreflex und Herzratenvarianzanalyse

Messung zur Überprüfung der Funktion des sympathischen und parasympathischen Nervensystems. Diese Untersuchungen zeigen Mitbeteiligung dieser Systeme zum Beispiel bei einer Polyneuropathie.

Ultraschalluntersuchung der extra- und intrakraniellen Gefäße

Die Untersuchung der Halsschlagadern mittels Ultraschall und PW-Doppler gibt Hinweise auf Verengungen der Gefäße (Arterien) durch sogenannte Plaques, die die Gefahr eines Schlaganfalls erhöhen können. Hierdurch können Patienten hinsichtlich der Behandlung der Risikofaktoren für Schlaganfall gezielt behandelt werden. Patienten mit kritischen Verengungen können rechtzeitig erkannt und einer entsprechenden Therapie (Operation, Stentimplantation) zugeführt werden.

Bildgebende Verfahren der Radiologie

MRT-, CT- und SPECT-Untersuchungen

Lumbalpunktion

Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor) bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen der Hirnhäute oder des Gehirns.

Therapiemethoden bei folgenden Krankheitsbildern
Schlaganfall
  • Vorhaltung einer Stroke Unit (Schlaganfalleinheit) mit Telemedizin und multiprofessionellem Behandlungs-Team.
  • 24h-Verfügbarkeit des Computertomographen
  • Lysetherapie
Parkinson
  • Medikamentöse Behandlung zur Linderung der Kardinalsymptome
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
Demenz
  • Medikamentöse Behandlung mit Antidementiva und Psychopharmaka
  • Flucht- und selbstgefährdende Patienten können leider in unserer Abteilung nicht untergebracht werden
Epilepsie
  • Medikamentöse Behandlung mit speziellen Antiepileptica
  • Überweisung von geeigneten Patienten an epilepsiechirurgische Einrichtungen
Bandscheibenerkrankung (Ischialgie, „Hexenschuss“)

Medikamentöse Therapie mit verschiedenen Schmerzmitteln, die unterschiedliche Angriffspunkte im peripheren und zentralen Nervensystem haben. Weiterhin werden intensive Physiotherapie und Physikalische Therapiemaßnahmen (Wassergymnastik, Fango, Massage usw.) durchgeführt, um die Schmerzen zu lindern.

Multiple Sklerose
  • Behandlung akuter Krankheitsschübe mit hochdosiertem Cortison
  • Prävention von erneuten Krankheitsschüben durch eine medikamentöse immunmodulatorische Therapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
Migräne

Es werden verschiedene Untersuchungen, zum Beispiel MRT-Untersuchung des Schädels durchgeführt, um etwaige andere Erkrankungen des Gehirns ausschließen zu können, die einem Migränekopfschmerz ähneln. In der Akuttherapie werden Medikamente oral oder intravenös angewendet, unter anderem spezifische Migränemedikamente (Triptane). Weiterhin wird bei Bedarf eine medikamentöse Migräneprophylaxe eingeleitet.

Borreliosediagnostik und –therapie

Bei der durch Zecken übertragenen Borreliose (Lyme disease) können die typischen Hauterscheinungen, Gelenkschmerzen und Herzerkrankungen auftreten. Bei einer nicht erfolgten oder nicht ausreichend behandelten Borreliose im Frühstadium kann es zu schweren Spätfolgen kommen. Neben Symptomen wie wiederkehrender Arthritis kann sich die Erkrankung auf das zentrale und periphere Nervensystem (Neuroborreliose) ausweiten. Zur Diagnostik werden Blutuntersuchungen und Entnahme des Nervenwassers im Rahmen einer Lumbalpunktion durchgeführt, um Borrelien-Antikörper nachzuweisen. Therapiert wird die Borreliose oder Neuroborreliose mit speziellen Antibiotika.

Behandlung des Restless Legs Syndroms

Beim Syndrom der unruhigen Beine (Restless legs syndrom, RLS) kommt es zu einem störenden Bewegungsdrang der Beine. Dieses Syndrom tritt nur in Ruhe und verstärkt sich gegen Abend und bessert sich durch Bewegung. Bei der Diagnostik steht die klinische Symptomatik im Vordergrund. Als Therapie bei leichten und nur gelegentlich auftretenden Beschwerden gilt vor allem die Verabreichung von Levodopa oder von Dopaminagonisten.

Leitender Arzt

Neurologie

Dr. med. Christian Konhäuser

Facharzt für Neurologie

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Wichtig:

Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin eine Überweisung Ihres Hausarztes für die Neurologie mit.

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Klinikum Kulmbach, 2. Stock
Station 2b, Zimmer 250