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Herzszintigrafie

Die Herzmuskelszintigraphie dient der Abklärung einer koronaren Herzerkrankung (KHK), insbesondere zur Klärung der Frage, ob Verengungen der Gefäße zu einer Durchblutungsstörung der Herzmuskulatur geführt haben oder nicht.

Die Myokardszintigrapie gehört zu den genauesten Verfahren, um Durchblutungsstörungen des Herzmuskels frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.

Prinzip

Mit der Myokard-Szintigraphie kann die Durchblutung des Herzens mittels eines radioaktiv markierten Mittels sowohl unter Ruhebedingungen als auch unter körperlicher Belastung dargestellt werden.

Dadurch ist es möglich ohne invasive Maßnahmen, wie zum Beispiel der Koronarangiographie (Herzkatheter), schlechter durchblutete Bezirke des Herzens zu erkennen. Während bei der Koronarangiographie die Gefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, dargestellt werden, wird mit der Myokard-Szintigraphie die Durchblutung der Herzmuskulatur selbst untersucht.

Für diese Untersuchung, die jeweils unter Stress- und/oder Ruhebedingungen durchgeführt wird, legt der Nuklearmediziner eine Verweilkanüle in eine Armvene, durch die eine schwach radioaktive Testsubstanz in die Vene injiziert wird.

Der Injektionszeitpunkt richtet sich nach der Ausbelastung beziehungsweise den Symptomen des Patienten. Diese Substanz verteilt sich im Blut und wird dann über die Herzkranzgefäße zum Herzmuskel transportiert. Hier reichert sie sich entsprechend der Durchblutung an.

Dies ermöglicht dem Nuklearmediziner mit Hilfe einer sogenannten Gamma-Kamera, die Herzmuskeldurchblutung darzustellen. Die Aufnahmen dauern ca. 20 – 30 Minuten und werden im Liegen durchgeführt.

Durchführung unter Stressbedingungen

Der Untersuchungsteil unter Stressbedingungen dient dazu, die Herzmuskeldurchblutung bei altersangepasster maximaler Herzleistung zu erfassen. Es gibt hierfür mehrere Möglichkeiten, die maximale Herzleistung zu erreichen:

  • Körperliche Belastung

Üblicherweise geschieht dies durch Fahrradergometer, im Sitzen oder Halbliegen. Hierbei wird der Patient in kontinuierlich steigenden Stufen belastet. Dabei werden die Herz- und Kreislaufparameter (EKG, Blutdruck und Puls) ständig registriert und vom Arzt überwacht.

  • Medikamentöse Belastung

Falls eine körperliche Belastung nicht möglich ist oder nicht durchgeführt werden kann, wird die gewünschte maximale Herzleistung auch durch eine Infusion von Medikamenten erzielt. Die Wahl der Medikamente hängt von der Fragestellung der durchzuführenden Myokardszintigraphie ab. Während dieser Belastung werden die Herz- und Kreislaufparameter (EKG, Blutdruck und Puls) ständig registriert und vom Arzt überwacht. Eine körperliche Belastung kann beispielsweise durch eine Dobutamin-Infusion simuliert werden. 

Allerdings dürfen vorher keine Genussmittel, wie Kaffee, Tee oder Coca-Cola eingenommen werden, da diese die Wirkung der Medikamente ungünstig beeinflussen. Asthma-Patienten sind für diese Art der Belastung nicht geeignet und sie wird daher bei ihnen auch nicht durchgeführt.

Durchführung unter Ruhebedingungen

Der Untersuchungsteil unter Ruhebedingungen dient dazu, die Durchblutung des Herzens im Normalzustand zu erfassen und mögliche Vernarbungen zum Beispiel durch Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung oder Abstoßungsreaktion nach einer Herztransplantation nachzuweisen. Hierbei wird die Substanz unter Einhaltung der Ruhebedingungen in die Armvene injiziert. Sobald die Substanz im Herzmuskel angereichert ist, wird die Myokardszintigraphie unter Ruhebedingungen vorgenommen.

Untersuchungsprotokolle:

Je nach verwendeten Substanzen können die beiden Teile der Untersuchungen (Stress und Ruhe) an einem Tag oder an zwei unterschiedlichen Tagen angefertigt werden. Normalerweise wird eine Substanz [99m Tc-Sestamibi] mit besserer Strahlenqualität und Strahlenhygiene (kurze Halbwertszeit und geringer Strahlendosis) verwendet.

Vorbereitung auf die Untersuchung - Frühstück und Medikamente

Damit eine bessere Bildqualität (Verhältnis Herz / Magen-Darm) erzielt werden kann, sollen die Untersuchungen möglichst nicht nach einer großen Mahlzeit durchgeführt werden.

Generell gilt, dass sie zur Untersuchung völlig nüchtern sein müssen. Dass bedeutet am Morgen der Untersuchung: Kein Frühstück und keine Getränke.

Insulinpflichtige Diabetiker sollen auf ihr Kleinfrühstück nicht verzichten, da Sie Ihr Insulin wie üblich spritzen sollen. Sie dürfen jedoch keinen Kaffee trinken.

Betablocker sollten womöglich 3 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden. Andere Medikamente gegen Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen (ACE-Hemmer, Verapamil) dürfen wie üblich eingenommen werden, da sonst die Belastung schon wegen des erhöhten Blutdrucks nicht durchgeführt werden darf.

Alle anderen Medikamente dürfen wie üblich eingenommen werden, Ausnahmen sind herzmuskeldurchblutungsfördernde Medikamente (Nitrate); diese sollen zur Untersuchung mitgenommen werden. Dies gilt besonders für Patienten zur Vorfelddiagnostik, d.h. zum Ausschluss oder zur Bestätigung einer koronaren Herzkrankheit vor einer Herzkatheteruntersuchung.

Außerdem für Patienten nach Ballondilatation oder Bypassoperation, bei denen festgestellt werden soll, ob die behandelten Koronararterie oder andere Koronararterien oder die Bypässe in ihrer Funktion beeinträchtigt sind.

Leitender Arzt

Dr. med. Michael Neininger

Nuklearmedizin

Dr. med. Michael Neininger

Facharzt für Nuklearmedizin

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Grit Händler

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