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    Logopädie

    Unser Leben ist Kommunikation. Sie bedeutet Austausch und Teilhabe. Aber sie funktioniert nicht von alleine. Unsere Kommunikation ist angewiesen auf Sprache. Sprechen ist Artikulation. Wer seine Sprachfähigkeiten verliert, ist gefährdet, ausgeschlossen zu werden. Aus dem Freundeskreis, aus der Gesellschaft.

    Die Aufgaben der Logopädie sind die Diagnose und die Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen im (Kindes- und) Erwachsenenalter. Diese Arten von Störungen treten nach Schlaganfällen (Apoplexie), bei Schädelhirntrauma, Hirntumoren und durch entzündliche Prozesse im Gehirn auf.

    Logopädie in der geriatrischen Reha bedeutet, die kommunikative Fähigkeit des Patienten zu erhalten bzw. wieder aufzubauen. Die Patienten müssen neu lernen, was sie seit ihrer Kindheit beherrscht hatten – ihre Sprache. Das allgemeine Behandlungsziel ist, dem Betroffenen eine sprachliche Kommunikation im Alltag wieder zu ermöglichen. Von entscheidender Bedeutung ist die Verbesserung der kommunikativen Kompetenz, die sich positiv auf dessen allgemeine Lebensqualität auswirkt.

    Die Störungsformen sind:
    • Aphasie: Zentrale Sprachstörung mit Problemen beim Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben
    • Dysarthrie/Dysarthrophonie: Zentrale Sprechstörung mit Problemen bei der Atmung und der Stimmgebung
    • Sprechapraxie: Zentrale Störung der Programmierung von Sprechbewegungen
    • Schluckstörung (= Dysphagie): Störung des physiologischen Schluckaktes. Der Betroffene ist nicht mehr in der Lage, Speisen und Getränke in gewohnter Weise zu sich zu nehmen. Essen und trinken zu können ist eine wichtige Aktivität des täglichen Lebens und nicht nur in Hinblick auf die Kalorienzufuhr von Bedeutung. Essen und trinken zu können ist auch „Nahrung für die Seele“.
    • Facialisparese: Beeinträchtigung der Gesichts- und Lippenmuskulatur, was zu Sprechstörungen und/oder Schluckstörungen führen kann
    • Dysphonie: Stimmstörungen, die organisch oder funktionell bedingt sein können. Die Stimme hört sich dauerhaft heiser, rauh, leise und/oder schwach an. Ein unökonomischer Gebrauch der Stimme kann bis zur Aphonie führen.
    Aufgaben der Logopädie:

    1. Aphasie:

    • Übungen zum Benennen und zur Wortfindung in verschiedenen semantischen Bereichen auf Wort- und Satzebene
    • Übungen zur Verbesserung von Sprach- und Lese-Sinn-Verständnis
    • Übungen aus dem Schriftsprachbereich: Arbeit am Lesen und Schreiben

    2. Dysarthrie/Dysarthrophonie:

    • Gezielte Facialis-, Lippen- und Zungenmundmotorikübungen zum Aufbau und zur Verbesserung der Funktion geschädigter Gesichts- und Mundmuskelpartien
    • Übungen zu Atmung und Stimmkräftigung, Erarbeiten einer verständlichen Artikulation

    3. Sprechapraxie

    4. Dysphagie:

    Schlucktraining: Vorbereitungsübungen zur Nahrungsaufnahme, Erarbeiten des physiologischen Schluckvorgangs, korrektes Schlucken von Speisen und Getränken

    5. Facialisparese:

    Durch mundmotorische Übungen in Kombination mit thermischen und/oder taktilen Reizen werden die Gesichtsmuskeln aktiviert und gekräftigt.

    6. Dysphonie:

    Durch spezielle Stimmübungen wird die Anwendung der „normalen“ Stimme wieder trainiert und die falsche Verwendung abgebaut.

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