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    Arthrose

    Hüftgelenksverschleiß, sogenannte Coxarthrose

    Nach Ausschöpfen der konservativen Maßnahmen und bei deutlicher Einschränkung der Lebensqualität durch Schmerzen und Bewegungseinschränkung stellt die Implantation einer Hüftendoprothese eine gute Therapieoption dar. Dieser Eingriff wird in unserer Abteilung mehr als 250 Mal im Jahr durchgeführt. Das Verfahren ist zigtausendfach erprobt und zeigt in den allermeisten Fällen gute bis sehr gute Ergebnisse.

    In der Regel stellt sich der Patient erstmals dann in unserer Sprechstunde vor, wenn die konservative Behandlung nicht mehr hilft, die Behandlung mit Schmerzmedikamenten nicht mehr ausreicht, die Nachtruhe schmerzbedingt gestört oder die maximale Gehstrecke deutlich eingeschränkt ist.

    Bei der Erstvorstellung sollten bereits vorhandene aktuelle Röntgenbilder mitgebracht werden.
    Nach einer ausführlichen Befragung und Untersuchung werden wir Ihnen die sinnvollen Therapieoptionen darstellen, Sie hinsichtlich der Erfolgsaussichten und der Risiken eines Eingriffes aufklären.

    An operativen Eingriffen bieten wir passend zum einzelnen Patienten eine Reihe unterschiedlicher OP-Verfahren an: so eignet sich etwa für jüngere Patienten mit guter Knochenqualität die Implantation von zementfrei implantierten, „knochensparenden“ sogenannten Kurzschaftprothesen.  Hingegen ist bei älteren Patienten mit naturgemäß oft schlechterer Knochenqualität eine zementierte Hüftendoprothese meist sinnvoller. Weiterhin bieten wir für geeignete Patienten die Verwendung eines sogenannten minimal-invasiven Zuganges an, welcher die Prothesen - Implantation über einen muskelschonenden sowie, kürzeren und damit kosmetisch günstigeren Schnitt erlaubt.  Am besten hierfür geeignet sind schlanke, nicht allzu muskelkräftige Patienten meist weiblichen Geschlechts.

    Im Einzelfall kann bereits eine gelenkerhaltende Arthroskopie (Gelenkspiegelung) die Schmerzursache beseitigen, wenn kein fortgeschrittener Gelenkverschleiß vorliegt sondern vielmehr ein „Einklemmen“ des Gelenkes in bestimmten Stellungen. Wir sprechen dann von CAM-(Nockenwellen-) beziehungsweise Pincer-(Beißzangen-) Impingement.

    Die meisten Patienten, die sich über unsere Sprechstunde vorstellen sind so schmerzgeplagt, dass sie eine schnellstmögliche Operation wünschen. Wir haben natürlich auch vollstes Verständnis dafür, wenn Sie sich nach der Vorstellung beziehungsweise dem Informationsgespräch erst einmal Bedenkzeit erbitten um unsere Empfehlungen etwa mit Ihren Angehörigen beziehungsweise Ihrem niedergelassenen Arzt zu besprechen oder einfach auch nur um „einmal drüber zu schlafen“.

    Entscheidet sich der Patient zur OP führen wir anhand der Röntgenbilder eine computergesteuerte Planung durch um bereits im Vorfeld die optimale Prothesenlage und -größe bestimmen zu können.
    Bis auf wenige Ausnahmefälle sind Hüftprothesen bereits direkt nach der Operation voll belastbar. Abhängig vom Heilverlauf kann der Patient nach etwa 10-14 Tagen entlassen werden. Wir empfehlen im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt eine dreiwöchige REHA. Spätestens zu deren Ende sind dann die meisten Patienten wieder in der Lage ihren Alltag selbstständig zu bewältigen.

    Eine Hüftprothese sollte regelmäßig per klinischer Untersuchung und Röntgenverlaufsaufnahme  nachuntersucht werden. Neben den Kontrollen beim niedergelassenen Orthopäden/Chirurgen bitten wir diesbezüglich auch um eine einmalige ambulante Kontrolle bei uns, ein Jahr nach dem Eingriff; einerseits ist diese Nachuntersuchung für unsere Qualitätskontrolle als Endoprothetikzentrum wichtig, andererseits interessieren wir uns natürlich auch ganz unabhängig von den besonderen Anforderungen als Endoprothetikzentrum sehr für den weiteren Verlauf, das heißt ob Sie zufrieden sind oder ob gegebenenfalls Restbeschwerden bestehen.

    Für letztere Fälle wäre eine  Wiedervorstellung mittels Überweisung in unsere Sprechstunde natürlich zu jedem Zeitpunkt möglich.

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      links: radiologisch altersentsprechendes Hüftgelenk; rechts: fortgeschrittene Coxarthrose mit aufgehobenem Gelenkspalt

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      links: zementfreie Kurzschaftprothese; mitte: zementfreie Standardprothese; rechts: zementierte Standardprothese

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      Computergestützte praeoperative Planung vor Implantation einer zementfreien Kurzschaftprothese

    Leitender Arzt

    Unfallchirurgie und Orthopädie

    Dr. med. Gerhard Finkenzeller

    Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Spezielle Unfallchirurgie

    Kontakt

    Sekretariat
    Barbara Boer

    Albert-Schweitzer-Straße 10

    95326 Kulmbach

    Telefon: 09221 98-1751

    E-Mail: Barbara.Boer(at)klinikum-kulmbach.de 

    Sprechzeiten und Terminvergabe:

    Unfallchirurgische Ambulanz:

    Telefon: 09221 98-1752

    Mo - Fr 8.30 - 11.00 Uhr
    Mo, Mi, Do 13.00 - 14.00 Uhr

    Sprechstunde des Ltd. Arztes:

    Telefon: 09221 98-1751

    Dienstags nach telefonischer Terminvereinbarung