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  • Arzt - Begutachtung Röntgenbild

Revisionsendoprothetik

Die Revisionsendoprothetik macht mit über 70 Eingriffen jährlich einen nicht unerheblichen Anteil an den bei uns durchgeführten Operationen aus. Insgesamt können wir diesbezüglich auf eine langjährige Erfahrung verweisen.

Die Gründe für die ständig wachsende Zahl von Revisionseingriffen sind in erster Linie in der steigenden Lebenserwartung, in steigenden Implantationszahlen auch bei jüngeren Patienten und nicht zuletzt im verständlicherweise zunehmenden Anspruch älterer Menschen zu sehen ihr Leben schmerzfrei und aktiv bestreiten zu können.

Wie jedes andere mechanisch belastete Bauteil, stellt auch eine Gelenkprothese ein „Verschleißteil“ dar, so dass über die Jahre hinweg mit Abnutzungserscheinungen im Bereich der sogenannten Gleitpaarung oder aber mit einer Lockerungen der Prothesenkomponenten aus dem Knochen gerechnet werden muss. Je früher eine Lockerung beziehungsweise Abnutzung erkannt wird, desto unproblematischer ist deren Behandlung, weswegen eine regelmäßige klinische und radiologische Kontrolle der Prothese wichtig ist.

Weitere mögliche Gründe für erforderliche Revisionseingriffe können Protheseninfekte sein: Diese erfordern ein genau abgestimmtes Therapieregime. Die körpereigene Abwehr alleine ist hier in der Regel überfordert, weil sie an der Prothesenoberfläche, die letztlich einen Fremdkörper darstellt,  keinen rechten Ansatz finden kann.

Letztendlich verzeichnen wir auch einen ständigen Anstieg der Knochenbrüche bei liegender Prothese (sogenannte periprothetische Fraktur), was den Operateur oft vor besondere Herausforderungen stellt und nicht selten den Wechsel der Prothese erforderlich macht.

Als bildgebende Diagnostik stehen uns neben den Standard-Röntgenaufnahmen, Szintigraphie und CT zur Verfügung. Die präoperative Prothesenplanung am Computer ist bei Wechseleingriffen natürlich besonders wichtig.

Prothesenrevisionseingriffe erfordern oftmals spezielle Implantate. Wir halten in unserer Abteilung neben sämtlichen Instrumenten und Implantaten, die zur Lösung akuter Problemstellungen erforderlich sein können (zum Beispiel periprothetische Fraktur), auch das Material für die meisten anderen Fälle vor. Bei der Vielzahl der verschiedenen Prothesenanbieter auf dem Markt kann es bei auswärtig voroperierten Patienten, bei denen lediglich der Austausch einzelner Prothesenkomponenten vorgesehen ist, im Einzelfall erforderlich sein diese beim Anbieter zu bestellen, was aber in der Regel nur wenige Werktage in Anspruch nimmt.

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    Links: zementfreier Revisionsschaft mit Cerclagen plus Pfannenstützschale bei Pfannendefekt; Rechts: zementierter Revisionsschaft mit schraubengesicherter Revisionspfanne

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    Zementfreier Revisionsschaft mit „Trabecular- metal“- Revisionspfanne (schnelleres Einwachsen im Wechselfall durch speziell behandelte, aufgerauhte Oberfläche), zusätzliche Luxationssicherung durch constraint inlay

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    Links: gekoppelte Kniegelenksrevisionsprothese mit Unterfütterung im Bereich des Schienbeinkopfes (Spacer) bei Defekten nach Lockerung; Rechts: teilgekoppelte Revisionsprothese

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    Distaler Femurersatz bei Fraktur im Bereich einer gelockerten und bereits einmal gewechselten Knieprothese

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    links: gelockerter Hüftprothesenschaft; rechts: Wechsel in zementfreien, modularen Revisionsschaft

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    Gelockerte Knieprothese bei Infekt -> Ausbau unter Tuberositasosteotmie und temp. Palacosspacer -> erneuter Protheseneinbau (achsgeführtes Kniegelenk)

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    Arthrodesenagel Kniegelenk nach mehrfachen Knieprothesenrevisionen und insuffizientem Streckapparat

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    Defektsituation nach mehrfachen septischen Revisionen und Ausbau einer infizierten Knieprothese, gleichzeitig liegende Hüftprothese -> totaler Femurersatz

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    Gelockerte und nach Kopfwärts ausgewanderte Schraubpfanne rechts bei Zustand nach zementfreier Hüft-TEP vor 13 Jahren (weiterhin Inlay-Aufbrauch links)

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    Wechsel der Pfanne in Trabecular-Metal Revisionspfanne unter Unterfütterung des knöchernen Pfannendefektes und unter Wiederherstellung des ursprünglichen Pfannenzentrums

Leitender Arzt

Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. med. Gerhard Finkenzeller

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Spezielle Unfallchirurgie

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