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    Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT

    Früherkennung für Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko

    Lungenkrebs verursacht häufig erst dann Beschwerden, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Für Menschen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko gibt es deshalb eine strukturierte Früherkennungsuntersuchung mit einer Niedrigdosis-Computertomographie, kurz Niedrigdosis-CT oder LDCT. Sie kann auch kleine Veränderungen in der Lunge sichtbar machen, bevor Symptome auftreten.

    Das Lungenkrebsscreening richtet sich nicht an die gesamte Bevölkerung, sondern ausschließlich an langjährige aktive und ehemalige Raucherinnen und Raucher, die die gesetzlich festgelegten Voraussetzungen erfüllen. Ob eine Teilnahme sinnvoll und möglich ist, wird vor der Untersuchung in einem ärztlichen Beratungsgespräch geprüft.

    Das Klinikum Kulmbach bereitet die Durchführung des Lungenkrebsscreenings derzeit vor. Sobald die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind und Termine vereinbart werden können, informieren wir Sie an dieser Stelle über den Start und den genauen Anmeldeweg.

    Was ist ein Lungenkrebsscreening?

    Ein Screening ist eine Früherkennungsuntersuchung für Menschen ohne Beschwerden. Ziel ist es, Lungenkrebs in einem möglichst frühen und damit häufig besser behandelbaren Stadium zu entdecken. Dafür wird der Brustkorb mit einer besonders strahlenarmen Computertomographie untersucht.

    Die Niedrigdosis-CT ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und wird in der Regel ohne Kontrastmittel durchgeführt. Im Vergleich zu einer üblichen diagnostischen CT wird die Strahlendosis deutlich reduziert. Gleichzeitig lassen sich kleine Lungenrundherde wesentlich besser erkennen als mit einer herkömmlichen Röntgenaufnahme.

    Nutzen und mögliche Nachteile

    Die Niedrigdosis-CT kann Lungenkrebs früher entdecken und bei Menschen mit hohem Erkrankungsrisiko die Wahrscheinlichkeit senken, an Lungenkrebs zu sterben. Wie jede Früherkennungsuntersuchung hat sie jedoch auch Grenzen und mögliche Nachteile.

    • Nicht jede auffällige Veränderung ist Lungenkrebs. Unklare Befunde können Kontrolluntersuchungen oder weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich machen.
    • Es können Veränderungen entdeckt werden, die keine Beschwerden verursacht hätten oder außerhalb der Lunge liegen. Solche Zufallsbefunde können weitere Abklärungen nach sich ziehen.
    • Trotz niedriger Dosis ist die Untersuchung mit Röntgenstrahlung verbunden. Deshalb wird sie nur bei Personen empfohlen, bei denen der erwartete Nutzen überwiegt.
    • Auch ein unauffälliges Untersuchungsergebnis schließt eine spätere Erkrankung nicht aus. Bei neu auftretenden Beschwerden ist unabhängig vom Screening eine ärztliche Abklärung erforderlich.
    Wer kann teilnehmen?

    Nach den derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben müssen alle folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

    • Sie sind zwischen 50 und einschließlich 75 Jahre alt.
    Kosten

    Für gesetzlich Versicherte ist das qualitätsgesicherte Lungenkrebsscreening eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, sofern die festgelegten Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind und der vorgeschriebene Ablauf eingehalten wird. Privatversicherte sollten die Kostenübernahme vorab mit ihrer Krankenversicherung klären.

    Rauchstopp bleibt der wichtigste Schutz

    Das Screening kann Lungenkrebs früher erkennen, verhindert die Erkrankung jedoch nicht. Ein Rauchstopp senkt das Risiko für Lungenkrebs sowie für zahlreiche weitere Erkrankungen in jedem Alter. Im ärztlichen Beratungsgespräch erhalten Sie auf Wunsch Informationen zu geeigneten Unterstützungsangeboten.

    Leitender Arzt

    Radiologie und Neuroradiologie

    Dr. med. Thomas Hüttner

    Facharzt für Radiologie

    Zusatzqualifikation: Interventionelle Radiologie, DeGIR Stufe 2 (Module A-D) 
     

    Leitender Arzt

    Radiologie und Neuroradiologie

    Prof. Dr. Gernot Schulte-Altedorneburg

    Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie

    Zusatzqualifikation: Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, DeGIR-/DGNR Stufe 2 (Module A-C, E+F), Neurologischer Ultraschall, DEGUM Stufe III (Kursleiter)  

    Kontakt


    Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie

    Albert-Schweitzer-Straße 10
    95326 Kulmbach

    E-Mail: roentgenabteilung(at)klinikum-kulmbach.de 

    Sprechzeiten und Terminvergabe:

    Röntgendiagnostik, Mammadiagnostik, Computertomographie
    Telefon: 09221 98-1951

    Magnetresonanztomographie (MRT)
    Telefon: 09221 98-2753