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    Schlafapnoe

    Atemstillstände im Schlaf

    Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)

    Die häufigste Form ist das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Im Schlaf kommt es zu einem Verschluss der oberen Atemwege mit nachfolgendem Sauerstoffabfall im Blut. Dies führt zu Mini-Weckreaktionen (als automatische Alarmreaktion des Körpers). Dadurch hat der Betroffene das Gefühl morgens nicht ausgeruht zu sein. Er leidet an Morgenmüdigkeit, Tagesschläfrigkeit und Konzentrationsstörungen. Auch die Herzkreislauffunktionen können dadurch beeinflusst werden. Es kann zum Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall und sogar nächtlichem Herzinfarkt kommen.
    Beim Zusammenfallen der oberen Atemwege entstehen Schnarchgeräusche, sodass OSAS-Patienten praktisch immer starke Schnarcher sind. Bei Schnarchern mit Einschlafneigung am Tage besteht daher der dringende Verdacht auf OSAS. Schnarchen (Ronchopathie) an sich und auch gelegentliche, kurze Atmungsaussetzer sind nicht gesundheitsschädlich.
    Die CPAP-Therapie ist hier der goldene Standard. Über eine Nasenmaske wird mittels eines kleinen Kompressors Luft in die oberen Atemwege gebracht, die dadurch ein Kollabieren der Halsweichteile verhindert. Es kommt zu einer pneumatischen Schienung der Rachen und Halsmuskulatur. Atempausen und Schnarchen sind damit behoben.

    Zentrales Schlafapnoe-Syndrom (ZSA)

    Durch Schäden im zentralen Nervensystem (ZNS) wird die Atemmuskulatur unzureichend gesteuert, das Gehirn „vergisst“ zu atmen. Die zentrale Apnoe ist meist erblich bedingt, kann aber auch aus neurologischen Schädigungen resultieren oder es liegt eine Herzinsuffizienz zugrunde.
    Zur Behandlung der ZSA ist die CPAP-Therapie häufig nicht ausreichend. Es muss eine Beatmungsform verwendet werden, die die Atmung für den Patienten während der Atempause sicherstellt. Diese Beatmungsform nennt sich BiPAP-ST. In den letzten Jahren wurde speziell für die CS eine neue Gerätegeneration entwickelt, die eine adaptive Servoventilation beinhaltet. Dabei wird über ein Maskensystem von Atemzug zu Atemzug eine automatische Regulation des Atemdrucks eingesetzt und das Schwingen der Atemregulation mechanisch gedämpft.

    Leitender Oberarzt

    Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin

    Dr. med. Ruslan Gamsalijew

    Facharzt für Innere Medizin

    Somnologe (DGSM)

    Kontakt

    Schlaflabor
    Schlafmedizinisches Zentrum

    Albert-Schweitzer-Straße 10
    95326 Kulmbach

    Telefon: 09221 98-4853
    Telefax: 09221 98-4854
    E-Mail: Cornelia.Krauss(at)klinikum-kulmbach.de 

    Sprechzeiten und Terminvergabe:

    Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin.

    Informationsflyer Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin

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