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    Gutartige Prostatavergrößerung

    (Benigne Prostatahyperplasie)

    Als benigne Prostatahyperplasie (BPH; andere Synonyme aktuell oder früher sind auch: Prostataadenom, benigne Prostatahypertrophie, benignes Prostatasyndrom (BPS), Benign Prostatic Enlargement (BPE)), wird die gutartige Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) genannt.

    Zu einer BPH kommt es gewöhnlich bei Männern ab dem mittleren bis im höheren Lebensalter. Es handelt sich um eine Vergrößerung von Prostatadrüse und Anteilen des Zwischengewebes, die zumeist von der sogenannten Übergangszone ausgeht. Dieser gutartigen Drüsenvergrößerung kommt nur bei gleichzeitigem Auftreten von Symptomen wie beispielsweise nächtlichem Wasserlassen, Harnverhalt oder abgeschwächtem Harnstrahl bei gleichzeitig massiv erhöhtem Blasenentleerungsdruck ein Krankheitswert zu. Die Krankheit ist mittels moderner Methoden gut behandelbar (vgl. Leistungsspektrum); unbehandelt kann die Prostata aber grundsätzlich so lange wachsen, bis sie den Blasenauslass völlig verschließt und der Betroffene dann einer Urämie infolge Harnstauung erliegt.

    Der Begriff benigne Prostatahyperplasie beschreibt die Volumenzunahme der Prostata als solche, nicht durch sie bedingte klinische Befunde oder Symptome. Ist die BPH beispielsweise Ursache entsprechender Beschwerden beim Wasserlassen, wird von einem benignen Prostata-Syndrom (BPS) gesprochen.

    Die Harnröhre verläuft unterhalb der Blase ein Stück weit durch die Vorsteherdrüse (vgl. Bild). Diese besteht aus einem linken und rechten Lappen, sowie einem hinter der Harnröhre gelegenen Anteil der als Mittellappen bezeichnet wird. Eine BPH entsteht durch eine Zellvermehrung in der sogenannten Übergangszone und den um die Harnröhre herum angelegten Drüsen. Dabei vermehren sich jedoch nicht ausschließlich die Drüsenzellen, sondern auch Bindegewebe und Muskelzellen – deshalb ist auch der früher geläufige Begriff Prostataadenom fachlich nicht korrekt. Bei entsprechend ausgeprägter Vergrößerung wird dabei die „periphere Zone“ der Prostata – sie macht normalerweise drei Viertel der Organmasse aus – nach außen abgedrängt und dabei so weit gedehnt, dass sie im Schnittbild das Organ nur noch als dünne Schicht, die sogenannte chirurgische Kapsel umgibt. Der Mittellappen kann sich zudem weit in das Blaseninnere vorwölben bzw. den Blasenboden dabei anheben. Das normale Gewicht der Prostata beträgt etwa 20 bis 25 Gramm. Bei Vorliegen einer BPH wiegt die Prostata meist über 30 Gramm, gelegentlich dann auch über 100 Gramm. Die BPH stellt ein Hindernis für den Harnabfluss aus der Blase dar. Bei normalem Druck, den die Blasenwand aufbaut, um den Harn auszutreiben ist dann die Harnflussrate reduziert. Ein kompensatorisch erhöhter Miktionsdruck kann zu einer Balkenblase oder autonomen Blasenmuskelkontraktionen führen.  Zusätzliche Bedeutung kommt dem sich in das Innere der Harnblase vorwölbenden vergrößerten Mittellappen zu, der den Blasenausgang verlegen kann. Dieser Effekt kann unabhängig von der unterhalb der Blase bestehenden Einengung der Harnröhre auftreten. Oft entwickelt sich auf dieser Basis eine Harndrang-Symptomatik.

    Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass für die Entstehung einer BPH das männliche Geschlechtshormon Testosteron wesentlich ist. Männer, die kein bzw. nur noch vermindert Testosteron bilden, entwickeln auch keine BPH.

    Alle üblichen konservativen Therapien werden über unser MVZ angeboten und durchgeführt. Im Falle einer notwendigen operativen Sanierung werden alle üblichen OP-Techniken durch die Harnröhre z.B. mittels Laser-Technik oder „Abhobeln“ unter Verwendung einer Stromschlinge auf dem endo-urologischen Weg durch die Harnröhre durchgeführt. Eine offene Schnitt-OP wird nur bei sehr großen Prostatavolumina notwendig.

    Leitender Arzt

    Urologie

    Dr. med. Jordan Todorov

    Facharzt für Urologie

    Zertifiziert als Beratungsstelle nach den Richtlinien der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V.

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    Sekretariat
    Tina Eisermann

    Albert-Schweitzer-Straße 10
    95326 Kulmbach

    Telefon: 09221 98-7341 (Sekretariat)
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    Telefax: 09221 98-1931
    E-Mail: urologie(at)klinikum-kulmbach.de

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    Download Informationsflyer Urologie

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